Entoloma hebes(Romagn.)Trimbach Schlankstieliger Rötling, Schlankstieliger Zitzenglöckling, Schmalsporiger Rötling Syn. E. mammosus ? >> siehe Anmerkung 2* Datum: 09.12.2009 Marpingen,Eigener Hausgarten MTB 6508.1 Finder/Bestimmer/Fotos/Exsikkat: Armin Groß, Ökologie/Substrat: Hausgarten im vermoosten Gras, Schattenbereich unter div. Sträucher, Eberesche und Pflaume. Makromerkmale: Größe: Hut: 10-15mm, Stiel: 25-35mm, ca. 1mm dick, mit spitzer bis schwach abgerundeter etwas dunkler Papille. Dunkelbraun bis graubraun,hygrophan, glatt, matt bis seidig glänzend, durchscheinend gestreift (später zurückgehend). Stiel: wie hutfarben, glatt (mit Lupe sehr schwach gerillt) sehr spärlich weißlich befasert, apikal etwas stärker bepudert bis flockig-faserig, Basis schach weißfilzig. Lamellen abgerundet, kurz angeheftet, normal entfernt, lange blass-hell bleibend, später Rosaton. Lamellenschneiden etwas heller wie bereift. Geruch: Frisch kein Geruch festgestellt, jedoch nach Zerreiben schwach mehlig-ranzig bis spermatisch. Mikromerkmale: Sporen: ca. 8,5-11 x 5-7ym, heterodiametrisch Schnallen: nur wenige und undeutlich abgebildete Basalschnallen gefunden. 1* Cheilozystiden:zylindrisch-subzylindrisch, lageniform-utriform, vereinzelt auch stumpf spindelförmig, manchmal gegabelt oder apikal gekrümmt mit abgerundeten bis rundlichem Kopfteil. Kaulozystiden im oberen Stielteil ähnlich wie Cheilozystiden, jedoch etwas weniger kopfig. HDS: Parallel liegende Hyphen. Die Art der Pigmentierung konnte ich leztendlich nicht sicher beurteilen bzw. benennen. Für mich sah es aus, als wenn die Pigmente sich nicht nur inkrustierent auf der Zellwand sowie diffus in den Zellen, sondern sich vielmehr vermehrt zwischen den Zellen anhäuften (siehe Fotos). Literat: Lu-2. 94.57/Horak2005,/ BK4.37,/(1* MoserS206)/ Boletus Jahrg.19-1995(Enderle)/ Schlüssel in Entoloma s.l.(Fungi Europaei) Machiel Noordeloos/Gröger 2006 S522/ Entolomataceae- Noordeloos S119) Vorkommen Saarland: als ss, RL1 aufgeführt (ohne E. mammosus), wobei zusätzlich E. mammosus separat aufgeführt ist (RL3) ................................................................................ 1* Abgrenzung zu E.tenellum (> Lu Bd.2 94.62): Ludwig E.(Bd2 94.57) spricht bei E. hebes von "reichlich Schnallen im Hymenium". Der eindeutige Nachweis von Schnallen im Hymenium bereitete mir Probleme, so dass ich zeitweise auch die kleine seltene, schnallenlose Art E. tenellum in Betracht zog. Obwohl mein Fundort ein stark vermooster Wiesenbereich ist, den man durch die Schattenlage als überwiegend feucht bezeichnen könnte, passt er eher nicht zu den Angaben in der Literatur zu E. tenellum, die an sumpfigen bzw. feucht bis moorigen Orten angeben wird. Was gut zu E. tenellum gepasst hätte, waren: - die relativ kleinen Fruchtkörper (H: ca. 8-13mm und Stielen von 25-35mm x 1-1,5mm), - die teilweisen apikal kopfig-rundlich Cheilozystiden, (bei E. tenellum stärker als bei E. hebes) - die fast glatten und nur sehr schwach befasterten Stiele. So ganz abwegig wäre auch der Fundort nicht gewesen, da Ludwig E. als Fundort einer Kollektion, eine Wiese in einem einen Freizeitpark (ehem. BUGA-Gelände) in Berlin angibt. >> Durch die letztendlich gefundenen Schnallen (wenn auch wenig und schwach differenziert) als KO-Kriterium, hat sich die E. tenellum erübrigt. ................................................................................. 2* Syn. Mammosus (Fr.) Hessler ss. M.Moser 1978 Nach dem Schlüssel im Moser wäre das Ergebnis eigentlich E. mammosum. In der neueren Lit. wird E. mammosum als Syn. zu. E. hebes aufgeführt und/oder als unklares Epithet angesehen. Unklar ist mir außerdem die Aufschlüsselung von E. hebes im Moser ohne Cheilozystiden (?). Problematisch war bei allen Aufschlüsselungen die Geruchsfrage (Mehl, ranzig, geruchslos..) Bei meinem Fund konnte ich frisch, unzerdrückt keinen besonderen Geruch feststellen, wobei ich nach dem Zerreiben der Lamellen den Geruch als schwach mehlig-ranzig bis spermatisch bezeichnen würde.