Mikroskopiertage 13.-15.Febr. 2008, Thailen / Groß A:
 
Tulostoma melanocyclum im Vergleich zu T. brumale,  Funde aus Mainzer Sand 2006.
 
Die Beschreibung zu T. melanocyclum bei Kr. Bd2 S 183 "Septen kaum erweitert" können wir so nicht bestätigen. Es waren zwar, im Gegensatz zu T. brumale, überwiegend nur schwache Septenerweiterungen festzustellen, jedoch waren vereinzelte Erweiterungen bis auf das 1,5-2fache vorhanden, was auf den Mikrobildern auch eindeutig zu sehen ist. Ebenso können wir die Aussage in Kr Bd2 S183 "Capillitium ohne Kristalle" nicht bestätigen, weil bei unserer Kollektion von uns allen auch vereinzelt Kristalle festgestellt wurden ( >in Wasser und Phloxin).
An den Umkehrschluss, dass es doch T. brumale oder einer andere Art ist, glauben wir nicht, weil die Kombination: kurz, zylindrisches Peristom und Sporen bis fast 7ym, keiner anderen Art zuzuordnen ist.
Was die Kristalle am Capillitium betrifft, hat Daniel Groß bei einer Melanocyclum-Bestimmung 2005 bei einer Kollektion keine und bei einer anderen Kollektion auch wenige Kristalle festgestellt.
Was die +- starke Septenerweiterung betrifft, wurde bei einer Forumsdiskussion 2006 auch auf eine sehr variable Septenverbreiterung speziell bei T. melanocyclum hingewiesen:
 
Wolfgang Prüfert 5. März 2007 bei pilzepilze.de :
.....Auch bei brumale findet man mal ein nicht verdicktes Septum (aber immer auch welche, die 3-fach verdickt sind und mehr), und auch bei melanocyclum sind mal an einer Stelle die Septen deutlich verdickt (bis 2-fach), dafür an anderer Stelle sogar eingeschnürt.
Leider hab' ich noch keine Regel, an welcher Stelle man am besten das Capillitium entnehmen sollte. Am besten an mehreren...