Zusammenfassung (Bearbeitet von Armin Groß): Wir haben es hier mit Clitopilus hobsonii oder C. damsii zu tun. Die Merkmale sprechen eher für die neue Art C. damsii Noordeloos, die von C. hobsonii abgetrennt wurde. Einige Autoren sehen diese Art jedoch als noch nicht gesichert an. Beschreibung meines Fundes von Dudelange-Luxemburg vom 27.05.10 Mehrere Mini-Seitlings-bis crepitodus-ähnliche Fruchtkörper. Auf einem 2,5 cm starkem Laubholz-Ast direkt auf dem Hymenium eines alten zersetzten Rindenpilz (Unterseite glatt, braun, körnelig). Fruchtkörper weiß 1-5 mm Durchmeser fast rundlich (nicht länglich ohrlöffelartig wie bei BK4-1) Stiel +-seitlich sehr klein ca. 1mm mit weißem Mycel am Substrat angeheftet, wobei auch der Hut angeheftet erscheint. Lamellen: entfernt, dick, gebogen mit Zwischenlamellen, teilweise schwach angewachsen bis leicht herablaufend Hut, Lamellen, Stiel wie mehlig bestäubt, besonders der Hut war fein weiß filzig. Mikro: 7-11(12) x4-5,5 (6) Durchschnitt: 8-10 x 4-5,5 ym Auch zwei 12 ym lange Sporen war vorhanden, die eventuell von 2spor. Basidie (keine gesehen) stammen. Die Längsrippung der Clitopilus-Sporen habe ich deutlich nur an jungen unreifen Sporen in Kongorot gesehen. Bei reifen Sporen war die Längsrippung nur sehr undeutlich zu erkennen. Die kantige Draufsicht war jedoch sehr gut zu erkennen (siehe Mikrofotos) Keine Schnallen gesehen. Keine Zystiden mit haarförmigen Auswüchsen beobachtet, wie sie bei EwGe S 160 beschrieben werden. Ludwig schreibt, dass bei der Gattung Clitopilus abnorme Basidien und Zystiden vorkommen könnten Für C. damsii sprechen: - die größeren Sporen Lu hobsonii: 7-9 x 5-5,5 / damsii: (7)8-11 x 5-6,6 (7) Noordelos: damsii: (7)8-11,5 (12,7) x 4,5-6,6 (7) - die kleineren, rundlicheren Fruchtkörper - das Vorkommen auf alten Fruchtkörpern von Basidiomyceten, wobei Ludwig eine Kollektion direkt auf einem Fruchtkörper von einem Schichtpilz beschreibt, was bei uns der Fall war. (-) Die Lamellen war bei unserem Fruchtkörper entfernt, dicklich, wobei Ludwig sie als normal entfernt beschreibt, jedoch in einer Anmerkung auf Noordeloos hinweist, der die Lamellen als entfernt bezeichnet. Die Lamellen von C. hobsonii werden bei Ludwig als ziemlich entfernt wirkend, stark mit Lametten untermischt und recht bauchig beschrieben, was gut auf unseren Pilz zutrifft Eine Artberechtigung für damsii(Lu1 15.7) sieht Ludwig als noch nicht gesichert an !! Lit: Ludwig 1 15.1 + 15.7 / BK4-1 /EwGe Seite 160