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Kollesleuken bei Freudenburg
(Vorab-Kurzbericht)

 

 

Exkursionsort: Kollesleuken (Grenzbereich Saarland-Rheinland-Pfalz)
Exkursionsgebiet: Kollesleukener Schweiz MTB 6405.3
Datum: 10 April 2008
Exkursionsleiter: Hans-Werner Graß
Teilnehmer: Hans-Werner Graß, Willi Marchina, Winfried Schmitt, Armin Nilles, Peter Barth, Willi Werth, Armin Groß

 

Bemerkung:
Ein bemerkenswerter Fund, der uns noch einige Fragezeichen hinterlässt, war ein gelber Flechten (?)- Nabeling, den wir vor Ort als Gefalteter Flechtennabeling Phytoconis (>Lichenomphalia) ericetorum ansprachen. 
Wir fanden ihn in einer größeren Anzahl auf einem Felsen mit Moos und Flechten. Die vollkommen zitronengelben Farben, in allen Exemplaren ohne jegliche Brauntöne, sind eigentlich nicht so, wie wir P. ericetorum kennen und er allgemein abgebildet wird (?). Auffallend ist das schnelle creme-weißliche Ausblassen des Hutes. Eigentlich würde der Zitronengelben Flechtennabeling Phytoconis viridis (=hudsoniana ) besser passen, der aber subalpin- bis alpin vorkommt und bei uns im Flachland nichts zu suchen hat.
Mikroskopisch gibt es einige Ungereimtheiten in der Literatur wie  z.B. die relativ großen Abweichungen der Abbildungen der Sporen in Pilze d. Schweiz BK3/212-213 und bei Ludwig Erhardt Bd1 55.12-55.13. Unsere Sporen passen sehr gut zu den Abbildungen bei Ludwig Erhardt, der im Gegensatz zu BK beide Arten mit einer großen Sporenvarabilität abbildet. Einen mikroskopischen Vergleich mit einem vorhandenen P. ericetorum- Exsikkat ergab auch eine große Sporenvarabilität, wie abgebildet bei Ludwig Erhardt. Jedoch war eine Übereinstimmung mit unserem neuen Fund als P. ericetorum (noch) nicht zufrieden stellend. Da mikro- und makroskopisch noch einige Fragen offen sind, möchten wir uns noch in der Literatur umsehen und gegebenenfalls eine Nachbestimmung durchführen lassen.
Hinsichtlich des KO- Kriteriums "Subalpin" wird es am Ende wahrscheinlich auf P. ericetorum hinauslaufen, wenn es nicht noch was anderes im Umfeld Omphalina gibt, was wir nicht kennen. 
 
Ein etwas ausführlicher Bericht zu dem Flechtennabeling mit Mikrobilder und Details zu den anderen Arten erfolgt später.
Vorerst hier ein paar Bilder:
 
 
 

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