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Familienausflug der Hochwälder Kahlköpfe  zum Forellenhof im Trauntal bei Börfink

Wiesenpilze-Exkursion  am 02.11.21 zur Hirtenwiese bei Kirn

Bericht Dirk Gerstner

Teilnehmer: Dirk Gerstner, Armin Groß

Nachdem unser geplantes Mikroskopieren kurzfristig ausgefallen war, entschlossen wir uns eine Exkursion ins Umland von Kirn zu machen.
Am Dienstag den 02.11.2021 machten sich dann nur noch Armin Groß und ich auf den Weg zu unserer Wiesenpilzexkursion.
Nach den ersten Nachtfrösten in unserer Region, waren wir schon ganz gespannt was uns da so erwarten sollte.

Als wir auf der Wiese im Lützelsoonwald bei strömendem Regen ankamen, waren wir doch über die Artenvielfalt überrascht.
Da die Wiese von Mischwald umrahmt wird fanden wir auch einige "Waldarten" mitten auf der Wiese. Somit mussten wir auch wieder fesstellen, wie weit
eigentlich die "Mykorrhiza" reichen kann.
Am Eingang der Wiese, fanden wir Tricholoma saponaceum, den wir aber wegen seiner Vielgestaltigkeit nicht direkt erkannt haben. Seine Mikromerkmale
identifizierten ihm dann aber doch. "Willi würde wieder schimpfen", da ein PSV den schon direkt erkennen sollte/muss.
Sporen[95% 17 SAP v H2O(nat) ] = 4,4 - 5,6 - 6,8(6,9) x 2,7 - 3,8 - 4,9 µm; Q = 1,1 - 1,8

Weiter ging es mit Clavulinopsis helvola mit ihren warzigen/stacheligen Sporen. Danach folgden Saftlinge vom Feinsten.

Zwischendurch eine Lactarius subumbonatus cf, im Sinne von Heilmann Clausen, bearbeitet von Armin: Ob die überwiegend makroskopische Trennung anhand der sehr dunklenbraunen Fruchtkörper gegenüber dem hellen L. serifluus gerechtfertig ist, sollen andere entscheiden. Die Sporen der beiden "Arten" unterscheiden sich nicht. Eine Zuordnung anhand der wenigen Unterschiede der  Paracystiden von "zylindric to clavat*" bei subumbonatus gegenüber "clavate to obovoid or almost subglobose*" bei serifluus konnte nicht eindeutig nachvollzogen werden. *nach HCL

Schlag auf Schlag bis zum "Fund des Tages" nämlich Porpolomopsis calyptriformis (Berk.) Bresinsky (Syn.Hygrocybe calyptriformis (Berk.) Fayod), den Rosenroten Saftling.
Weiter ging es mit Hygrocybe punicea, Hygrocybe chlorophana, Hygrocybe ceracea, Hygrocybe pratensis, Hygrocybe virgineus, Gliophorus psittacinus (Schaeff.) (Syn.Hygrocybe psittacina), Hygrocybe coccinea sowie Gliophorus laetus (Pers.) Herink (Syn. Hygrocybe laeta mit seinen gelifizierten Schneiden (!Lupe)
und seinem Geruch nach verbranntem Gummi.

Ebenso Russula fragilis, der sich zum Teil auch schon durch seinen typischen Geruch verrät.

Zum Schluss gab es noch einen dunkelen, nach Mehl riechenden Trichterling, der daheim nicht mehr nach Mehl gerochen hat.
Bestimmt wurde er als Clitocybe vibecina mit Ludwig Band 3-102.56 und dem Schlüssel von Gröger Seite 209. Bei beiden steht, dass man den Geruch nach Möglichkeit immer am frischen Pilz testen soll.
Ausschlaggebend sind der Geruch nach Mehl, die Sporenform und Größe, sowie die gegabelten und fein inkrustierten Hyphen der HDS.

Auf der Heimfahrt hielten wir, während einer kurzen Regenpause, noch einmal kurz hinter Idar-Oberstein an einem kleinen Wiesenstück direkt an Straße an.
Dort fanden wir auch wieder einiges an Saftlingen:
Hygrocybe virgineus
Hygrocybe coccinia
Gliophorus psittacinus
Hygrocybe ceracea
Auch einen anderen spannenden alten Bekannten gab es dort nämlich Omphalina griseopallida var. griseopallida mit seinen colaflaschenförmigen Sporen.
Weiter ging es mit Wiesenchampignons und einigen nicht näher bestimmten kleinen braunen Wiesenpilzen und Trichterlingen.
Am Rande der Wiese fanden wir dann noch Mycena polygramma mit seinem schönen rilligen Stiel.


  

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