Exkursion Colmen (Frankreich) am 19. Juni 2008
Den Colmener Laubmischwald auf Muschelkalk besuchen wir schon seit einigen Jahren. Die Artenvielfalt war in diesem Jahr eher spärlich und wir sahen, der
frühen Jahreszeit entsprechend, vor allem einige Frauentäublinge in den
verschiedensten Farbvarianten. Einige Exemplare vermuteten wir als R. langei,
den hartfleischigen Frauentäubling, der in der Literatur jedoch nicht unbedingt
als gute Art anerkannt ist. Ein weiterer Vertreter basischer Böden war der
Wechselfarbige, Täubling R. rissigalina, den wir in unseren sauren Wäldern des
nördlichen Saarlands normal nicht vorfinden.
Ein Täubling, den wir schon im vergangenen Jahr nicht
richtig zuordnen konnten, bereitete uns auch dieses Jahr wieder einiges
Kopfzerbrechen. Makroskopisch passte er relativ gut zu einer blassen R. vesca,
jedoch das Sporenpulver war keinesfalls als weiß, sondern eher als creme ca. IIa
einzustufen. Als Vermutung blieb noch R. grisea, aber dazu war das Sporenpulver
etwas zu blass. Dummerweise wurden die Exikkate irgendwie verschüttet und wir
müssen dieses Problem wieder auf nächstes Jahr verschieben.
Erwähnenswert ist noch der Löwengelbe Dachpilz, P. leonius. Weitere
Dachpilze, die wir am selben Tag am Rehlinger Weiher fanden, waren der Gelbstielige
Dachpilz, P. romellii und der Graue Dachpilz, P. salicinus.
Der Fund des Tages war Amanita eliae, der Isabellfarbene Wulstling, den wir nur
sehr selten sehen.
Die Fotos und die abgebildeten Exemplare sind nicht gerade berauschend, aber
anderes Bildmaterial steht uns leider nicht zur Verfügung.
Fundliste:Colmen19_06_08.xls